Der Weg vom Mischbetrieb zum Weingut
Im Jahr 1911 ersteht Hermann Schwarzenbach I., Direktor der Fabrik für alkoholfreie Weine in Meilen, für seinen Sohn Hermann II. die Reblaube in Obermeilen, ein Mischbetrieb mit Kühen, Schafen und sehr vielen Obstbäumen und Reben. Nach einem Frankreichaufenthalt von Hermann II., folgt der Anbau von Rhabarber und Spargel. Im 1956 übernimmt der inzwischen verheiratete Hermann III. Schwarzenbach-Leuzinger die Betriebsleitung, der dann vermehrt auf Reben und Wein setzt und sich als Folge im Jahr 1968 ganz von der Nutztierhaltung verabschiedet. Stattdessen wird die Rebfläche mit Spezialitäten wie Chardonnay, Freisamer, Completer, Pinot Gris und Gewürztraminer kontinuierlich auf drei Hektaren ausgeweitet.
Hermann III. ist der erste Winzer am Zürichsee, der seine Rebflächen begrünt, der Betrieb Schwarzenach seit jeher der grösste Räuschling-Produzent der Region. Die Liebe zu dieser Rebsorte teilt auch Hermann IV. Schwarzenbach-Götti, welcher die Reblaube in der dritten Generation im Jahr 1986 übernimmt und den Anbau von weiteren Spezialitäten wie Sauvignon blanc, Sémillon und Lemberger (Blaufränkisch) fortsetzt. Hermann IV. (Übernahme Stikel) experimentiert mit Kaltstandzeiten und versucht sich als erster Winzer am See mit Assemblagen und dem Barrique-Ausbau. Die Rebfläche wächst auf sieben Hektaren und auch der Umfang der Lohnkelterungen nimmt ständig zu. Im Jahr 2007 wird der Neubau der Trotte und des Weinkellers fertiggestellt.
Heute wird im gesamten Betrieb, welcher von Stikel und seinem Sohn Alain geführt wird, das Traubengut von rund vierzehn Hektaren verarbeitet.